Ex-US-Präsident Carter reist nach Nordkorea
Der frühere US-Präsident Jimmy Carter und drei weitere Ex-Staats- und Regierungschefs wollen sich in die Bemühungen um Entspannung der Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel einschalten. Dazu werden Carter und die anderen Mitglieder der Gruppe The Elders ("Die Ältesten") als Privatpersonen am Dienstag zunächst nach Nordkorea und am Donnerstag nach Südkorea reisen..
Zur Delegation, die ihren Besuch in Nordostasien nach eigenen Angaben am Sonntag in Peking beginnen will, gehören neben Carter der frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari, die norwegische Ex-Ministerpräsidentin Gro Brundtland und die ehemalige irische Präsidentin Mary Robinson. Dazu kommen Menschenrechtler, Gewerkschafter und andere Persönlichkeiten.
"Zu einer Zeit, da der offizielle Dialog mit der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) stillzustehen scheint, wollen wir möglichst helfen, die Spannungen zu verringern und den Parteien helfen, die Kernprobleme, darunter die Denuklearisierung, zu lösen", wurde der 86-jährige Carter zitiert. Auch will die Delegation den Angaben zufolge bei ihrem Besuch in der Region über Maßnahmen zur Überwindung der Nahrungsmittelknappheit in Nordkorea diskutieren.
Wen die Delegation im kommunistischen Nordkorea treffen wird, war noch unklar. Die Spannungen auf der Halbinsel hatten sich seit dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel im November durch die nordkoreanische Küstenartillerie deutlich verschärft. Seoul fordert von Pjöngjang unter anderem eine Entschuldigung für den Vorfall, bevor ein dauerhafter Dialog zustande kommen kann.













