Berühmter indischer Guru Sai Baba gestorben

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Der weit über die Landesgrenzen hinaus berühmte indische Guru Sathya Sai Baba ist tot. Tausende Anhänger versammelten sich am Sonntag trauernd vor einem Krankenhaus in seiner Heimatstadt Puttaparthi im südindischen Teilstaat Andhra Pradesh, in dem der 85-jährige Hindu-Mystiker in den Morgenstunden an Herz-Versagen gestorben war.
"Sai Baba ist nicht mehr unter uns. Er atmete ein letztes Mal um 07.40 Uhr", hieß es in einer Mitteilung des Krankenhauses, in das der Guru im vergangenen Monat mit Herz-, Lungen- und Nierenproblemen gebracht worden war. Sein Leichnam soll am Montag und am Dienstag aufgebahrt werden, damit Pilger öffentlich von ihm Abschied nehmen können. Es werden hunderttausende Menschen erwartet.
Indiens Premierminister Manmohan Singh nannte den Guru mit der markanten Frisur im Afro-Look eine "ikonische Persönlichkeit", die für Millionen Menschen aller Glaubensrichtungen "Inspiration" gewesen sei und sie dazu bewogen habe, ein "sittliches und sinnstiftendes Leben zu führen". Seine Lehren hätten auf "universellen Idealen" wie Wahrheit, Redlichkeit, Friede, Liebe und Gewaltlosigkeit beruht. Singh würdigte in seiner Erklärung auch das Engagement des Gurus im Bildungs- und Sozialbereich.
In die Kleinstadt Puttaparthi 150 Kilometer nördlich von Bangalore waren seit Beginn des Krankenhausaufenthalts von Sai Baba unzählige Anhänger geströmt. Sie beteten für ein Wunder für den Guru. Viele schliefen im Freien, da sämtliche Hotels ausgebucht waren. Um die Trauernden von dem Krankenhaus fernzuhalten, errichtete die Polizei Absperrungen.
Sathya Sai Baba wurde durch spirituelle "Wunder" - etwa Gegenstände zum Schweben zu bringen oder tödliche Krankheiten zu heilen - berühmt. Seine Kritiker hatten das als "Taschenspielertricks" kritisiert. Er war nach eigenen Angaben die Reinkarnation des berühmten Gurus Sai Baba aus Shirdi, der 1918 starb.












