Putin lobt sich für Umgang mit Wirtschaftskrise

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Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat am Mittwoch vor der Staatsduma sich und sein Kabinett für den Umgang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise gelobt. Russland habe es während der Krise, die 2007 in den USA ihren Anfang nahm und sich von dort auf die ganze Welt ausbreitete, vermocht, eine Schwächung des Landes zu verhindern, erklärte er.
"Ich halte es für unsere gemeinsame Errungenschaft, dass Russland in einer sehr komplizierten Periode der globalen Krise ernsthafte Risiken vermieden hat. Darunter sind durchaus reale, die zu einer Schwächung des Landes, seines ökonomischen und menschlichen Potenzials, zu einem kritischen Rückgang der sozialen Standards hätten führen können", sagte der Regierungschef dem Parlamentsunterhaus.
Putin mahnte ein wirtschaftlich unabhängiges Russland ein. Die Lehre aus der Weltwirtschaftskrise sei, dass Anfälligkeit für wirtschaftliche Schocks die Souveränität eines Landes untergraben könnten. Russland müsse daher "unabhängig und stark" sein, um diesem Druck von außen entgegnen zu können.
Russland müsse zu einer der fünf weltweit führenden Wirtschaften werden und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf 35.000 US-Dollar (24.472 Euro) steigern. Russland habe ein jährliches Wirtschaftswachstum von mehr als vier Prozent; angesichts dessen werde sich die russische Wirtschaft bis spätestens 2012 vollständig von der Krise und ihren Folgen erholt haben.
"Die Weltwirtschaft erholt sich allmählich, doch die Krisenfolgen erwiesen sich als derart ernsthaft, dass sie zu sozialen Spannungen in vielen Staaten geführt haben", sagte Putin. "Mehr noch, wir beobachten eine Destabilisierung von ganzen Regionen, deren Folgen unvorhersagbar sind."
Putin, der von 2000 bis 2008 Präsident war, dürfte bei den Wahlen im März kommenden Jahres erneut antreten. Dazu äußerte er sich am Mittwoch zwar nicht. Beobachtern zufolge klang der Rechenschaftsbericht jedoch über weite Strecken wie eine Wahlkampfrede.













