Fünffachmord an Siedlern im Westjordanland geklärt
Mehr als fünf Wochen nach dem Fünffachmord an einer Siedlerfamilie im Westjordanland haben israelische Ermittler die mutmaßlichen Täter festgenommen. Die beiden 17- und 18-jährigen Palästinenser hätten gestanden, aber keine Reue gezeigt, sagten Sprecher der Armee und des Geheimdienstes am Sonntag in Jerusalem.
Sie hätten den Mord nicht von vornherein geplant, sondern wollten in der jüdischen Siedlung Itamar südöstlich von Nablus Waffen stehlen. Der Schüler und der Student wurden laut Ermittlern bereits vor knapp zwei Wochen gefasst. Außerdem seien sechs weitere Personen unter dem Verdacht festgenommen worden, ihnen geholfen zu haben, die blutverschmierte Kleidung sowie Messer und Waffen zu entsorgen. Alle Männer gehören laut Armee zur radikalen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP).
Die beiden mutmaßlichen Täter töteten laut Ermittler zuerst die beiden elf und vier Jahre alten Söhne und danach die beiden Eltern der Familie Fogel. Als sie das Geschrei eines Babys gehört hätten, sei einer der beiden ins Haus zurückgekehrt und habe den drei Monate alten Säugling erstochen. Die beiden Jugendlichen versuchten jetzt, ihrer Tat nationalistische Motive zu geben, um als Helden dazustehen, sagte der Ermittler.
Das grausame Verbrechen war weltweit verurteilt worden, darunter auch von der gemäßigten Palästinenserführung in Ramallah. Israelische Ermittler hatten unmittelbar nach der Tat über das Palästinenserdorf eine Ausgangssperre verhängt. Anschließend mussten Männer wie Frauen laut Bürgermeister Kais Awad Blut- und Speichelproben sowie Fingerabdrücke abgeben.












