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Zuletzt aktualisiert: 14.04.2011 um 19:24 UhrKommentare

Putin will wieder Russlands Nummer 1 werden

Die Kremlpartei Geeintes Russland hat sich erstmals für Regierungschef Wladimir Putin als Präsidentenkandidat für 2012 ausgesprochen und damit Amtsinhaber Dmitri Medwedew düpiert.

Wladimir Putin will wieder zurück auf den Chefsessel

Foto © APWladimir Putin will wieder zurück auf den Chefsessel

Putin sei der Favorit für die Wahl, sagte der Vizechef des Parteipräsidiums, Juri Schuwalow, am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax. Putin hatte den Kreml 2008 verlassen, weil die Verfassung nur zwei Amtszeiten in Folge vorsieht. Der 58-Jährige liegt in den Beliebtheitsumfragen stets vor Medwedew und kann nach einer Pause 2012 wieder kandidieren. Aus den Reihen der Kremlpartei verlautete zuletzt, dass nur bei einem Verzicht Putins Amtsinhaber Medwedew als zweite Wahl eine Chance habe.

Kein Dream-Team für Russland

Das Machttandem mit Putin und Medwedew gilt bei vielen Russen als zunehmend unbeliebt. Besonders die Beamtenschaft und Eliten des flächenmäßig größten Landes der Erde sind aus Sicht von Beobachtern verunsichert über den künftigen Kurs. Sie fordern Klarheit. Putin gilt als eher konservativer Politiker, Medwedew als schwächerer Gegenpol, der zwar immer wieder liberale Reformen und Modernisierung verspricht, aber Taten vermissen lässt. Putin und Medwedew hatten erst in den vergangenen Tagen eine Kandidatur im nächsten Jahr nicht ausgeschlossen.

Bisher galt die Ansage des Machttandems, dass sich beide einigen wollten, wer von ihnen antrete. Sowohl Putin als auch Medwedew hatten erklärt, sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen zu wollen. Allerdings erlebt das politische Moskau seit Monaten eine Art Wahlkampf zwischen den Lagern. Es mehren sich zudem Stimmen, die nicht ausschließen, dass beide Politiker bei der Abstimmung antreten könnten. Das hatten viele Beobachter lange Zeit ausgeschlossen. Allerdings meinen einige Experten, dass bei einer Kandidatur beider Politiker die russische Bevölkerung erstmals vor eine echte Wahl gestellt werden könnte.


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