Grün und Blau suchen nach Polit-Maulwürfen
Alpen-Donau veröffentlichte interne FPÖ-Papiere. Strache glaubt nicht an eine "Lücke".

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A nfang 2009 verfasste der blaue Abgeordnete Peter Fichtenbauer eine Einladung an einen serbischen Geschäftsmann. Der Anlass: eine bevorstehende Holocaust-Gedenkfeier in Wien. "Ich freue mich, Sie in unserer Mitte begrüßen zu dürfen", hieß es in dem vertraulichen Schreiben, das wenige Monate später mit einem hämischen Kommentar auf "alpen-donau.info" veröffentlicht wurde: "FPÖ hat zu viel Geld."
Ein Beweis, dass die solcherart verunglimpften Blauen mit der Hetzseite nichts zu tun haben? Der grüne Karl Öllinger will nicht so recht dran glauben. Er tippt auf eine parteiinterne Intrige gegen den als moderat geltenden Fichtenbauer. Denn: Die Faxkennung des Dokuments sei identisch mit jener eines einschlägig vorbestraften Ex-FPÖ-Bundesrates, dessen Sohn damals für die Bundespartei arbeitete. "Es muss dort eine Lücke zu Alpen-Donau gegeben haben", sagt Öllinger.
Unabhängig davon tauchten in den letzten Jahren weitere FPÖ-interne Dokumente auf der Website auf - darunter ausgerechnet eine Ehrenerklärung, mit der steirische Jung-Blaue jeden Kontakt zu alpen-donau.info dementierten. Auch das umstrittene "Moschee-Baba"-Spiel der steirischen Blauen fand seinen Weg zu der braunen Seite.
Kann es also sein, dass FPÖ-Funktionäre das braune Netzwerk mit Informationen versorgen? "Das schließe ich im Wesentlichen aus", sagt Parteichef Heinz-Christian Strache - um sich auf Nachfrage zu korrigieren: "Das schließe ich aus." Wie auch immer: Sollte ein Funktionär überführt werden, hätte dieser "bei uns nichts verloren".
Die FPÖ habe sogar von sich aus Anzeigen gegen alpen-donau.info eingebracht, erklärt Strache. "Wir haben damit nichts zu tun." Er dreht vielmehr den Spieß um und wirft den Grünen vor, in alpen-donau.info verstrickt zu sein. Einige der Beiträge würden "tief in grüne Reihen reichen". Öllingers knapper Konter: "Grotesk."













