Behörden arbeiten in Lobbyisten-Affäre zusammen
Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF und die europäische Justizbehörde Eurojust gehen gemeinsam in der Korruptionsaffäre gegen den zurückgetretenen ÖVP-Delegationsleiter Strasser und drei weitere - der Bestechung verdächtige - Europaabgeordnete vor. OLAF-Generaldirektor Kessler erklärte laut EU-Kommission am Montag, dass parallele Überprüfungen der bestmögliche Weg der Zusammenarbeit seien.
OLAF hatte sich vergangenen Freitag mit Vertretern von Eurojust und Justizbehörden aus Österreich, Belgien, Slowenien und Rumänien getroffen. Dabei sei die weitere Vorgangsweise besprochen worden. Aufgrund von Presseberichten über EU-Abgeordnete, die Geld erhalten haben könnten, um sich im Gegenzug für Gesetzesänderungen einzusetzen, habe OLAF eine behördliche Untersuchung in die Wege geleitet.
Zuletzt hatte OLAF erklärt, Strasser und drei weitere verdächtige EU-Abgeordnete persönlich verhören zu wollen. Die vier Europaabgeordneten waren von der Zeitung "Sunday Times" heimlich dabei gefilmt worden, wie sie als Lobbyisten getarnten Reportern Änderungen an Gesetzen zugesagt haben. Strasser bestreitet die Korruptionsvorwürfe.












