Obama verkündet Kandidatur für zweite Amtszeit
US-Präsident Obama will für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus kandidieren. Eineinhalb Jahre vor der Wahl informierte er darüber am Montag seine Anhänger. Die Kampagne beginne, hieß es auf seiner Webseite.

Foto © ReutersWill es noch einmal wissen: US-Präsident Barack Obama
Eineinhalb Jahre vor der Wahl hat US-Präsident Barack Obama seine erneute Kandidatur verkündet und die konservativen Republikaner damit unter Zugzwang gesetzt. Obama informierte seine Anhänger am Montag über die Website www.barackobama.com. "Wir eröffnen unsere Büros, packen die Kisten aus und beginnen ein Gespräch mit Anhängern wie Euch" hieß es dort.
Kampagne beginnt bereits
In einem Video sind Anhänger des Präsidenten zu sehen, die voller Enthusiasmus über Obama und die kommende Kampagne sprechen. Die Bekanntmachung erfolgte vor 6 Uhr morgens Ostküstenzeit am Montag. Schon am Wochenende war in US-Medien spekuliert worden, Obama werde an diesem Montag offiziell seine Kandidatur ankündigen. Obama war am 4. November 2008 zum ersten afro-amerikanischen Präsidenten der USA gewählt worden.
"Heute reichen wir die Unterlagen ein, um unseren Wahlkampf 2012 zu starten", erklärte Obama. Seine Regierung und seine Unterstützter im ganzen Land wollten dafür kämpfen, "die Fortschritte, die wir gemacht haben, zu verteidigen, und weitere zu machen". Die Mobilisierung für 2012 müsse jetzt in Angriff genommen werden - "lange bevor die Zeit für mich kommt, ernsthaft mit dem Wahlkampf zu beginnen".
Nach US-Medienberichten wird das Wahlkampfteam, das sein Hauptquartier in Chicago hat, nun die notwendigen Anträge stellen, damit Obama Spenden annehmen kann. Am 14. April sei dann in Chicago die erste Spendenveranstaltung geplant, berichtete CNN.
Ungewöhnlich früher Einstieg
Für einen amtierenden Präsidenten ist es ein ungewöhnlich früher Einstieg in das Rennen um das Weiße Haus; die Bürger werden erst am 6. November 2012 an die Wahlurnen gerufen. Die "Washington Post" begründete Obamas frühen Vorstoß mit den voraussichtlich hohen Wahlkampfkosten. Insgesamt könnte der Stimmenfang diesmal die Rekordsumme von einer Milliarde Dollar (rund 700 Millionen Euro) pro Kandidat verschlingen, schätzten Obama-Anhänger.
Von den Republikanern hat bisher nur der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, erste Schritte für eine Kandidatur unternommen. Vor vier Jahren hatten um diese Zeit bereits zahlreiche Republikaner ihren Hut in den Ring geworfen. Allerdings wird erwartet, dass die meisten Obama-Herausforderer im Laufe des Aprils ihren Hut in den Ring werfen werden.













