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Zuletzt aktualisiert: 03.04.2011 um 19:02 UhrKommentare

Westerwelle verkündet Verzicht auf Parteivorsitz

Nach Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle tritt nach zehn Jahren an der Parteispitze beim FDP-Parteitag im Mai nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden an.

Guido Westerwelle bei einer Pressekonferenz am Sonntag, wo er zu seinem Rückzug von der FDP-Parteispitze Stellung nimmt

Foto © ReutersGuido Westerwelle bei einer Pressekonferenz am Sonntag, wo er zu seinem Rückzug von der FDP-Parteispitze Stellung nimmt

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle gibt nach zehn Jahren an der Spitze der FDP den Parteivorsitz auf. Der 49-Jährige kündigte am Sonntagabend in Berlin an, beim nächsten Parteitag Mitte Mai in Rostock auf eine nochmalige Kandidatur zu verzichten. Außenminister will Westerwelle aber bleiben. Offen ließ er, ob er das Amt des Vizekanzlers behalten will. Westerwelle zog damit die Konsequenzen aus monatelanger innerparteilicher Kritik.

Auf einen Vorschlag für die Nachfolge legte sich der bisherige FDP-Chef nicht fest. Westerwelle sprach sich aber für einen "Generationswechsel" in der FDP aus. Als mögliche Nachfolger gelten vor allem Generalsekretär Christian Lindner und Gesundheitsminister Philip Rösler. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde von Westerwelle vorab informiert.

Die Entscheidung sei ihm einerseits schwer, andererseits aber auch leicht gefallen, sagte Westerwelle. "Der Abschied fällt mir leicht, weil eine ganze Anzahl von jungen Persönlichkeiten bereit steht, auch in die Führung der Partei aufzurücken und die Führung der FDP zu übernehmen." Er stand seit 2001 an der Spitze der Freien Demokraten.

Westerwelle war nach den Wahlniederlagen der Liberalen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt massiv unter Druck geraten. "Ich habe heute eine Entscheidung getroffen, die ich mir gut und gründlich überlegt habe", sagte der FDP-Chef. "Wir haben eine gute und erfolgreiche Koalition. Ich möchte, dass wir diese Arbeit auch als Liberale sichtbar und erfolgreich fortführen."


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