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Zuletzt aktualisiert: 02.04.2011 um 12:13 UhrKommentare

Vom Clan der Hubers bis Haider-Haubner

Politik als Familienbetrieb ist in Kärnten stark freiheitlich geprägt, gibt es aber auch in SPÖ und ÖVP.

Die Brüder Scheuch, Ursula Haubner, ihr Bruder Jörg Haider und Claudia Haider

Foto © Reuters, APADie Brüder Scheuch, Ursula Haubner, ihr Bruder Jörg Haider und Claudia Haider

Familiäre bzw. eheliche Bande und Politik? Diese Kombination war und ist auch in Kärnten keine seltene Spezies. Sie ist stark freiheitlich geprägt. Aktuell tauchen reflexartig die Namen Kurt und Uwe Scheuch auf. Kurt wurde als "Reißwolf" von Knittelfeld bekannt, ist jetzt FPK-Klubchef im Landtag. Uwe ist Parteichef und Landeshauptmannvize. Großvater Robert Scheuch war Mitbegründer der Freiheitlichen Partei. Über Kärnten hinaus reichten die Bande Jörg Haiders. Schwester Ursula Haubner schaffte es bis zur Sozialministerin, Ehefrau Claudia Haider war Gemeinderätin in der Bärental-Gemeinde Feistritz/Rosental, Ehemann Jörg bis zu seinem Tod Landeshauptmann.

National-freiheitliche und geschwisterliche Bande zogen durch die Gurktaler Familie Huber, als "Huber-Clan" bekannt. Kriemhild Trattnig war streitbare FPÖ-Klubobfrau im Landtag, der verstorbene Bruder Alois Huber lange Jahre FPÖ-Agrarsprecher im Nationalrat in Wien, Bruder Siegfried Huber Namenslisten-Bürgermeister in Flattach. Als FPÖ-Politik-Brüder bekannt wurden Mario und Gero Ferrari-Brunnenfeld. Mario war FPÖ-Chef, holte Jörg Haider als Landesparteisekretär nach Kärnten, war Landesrat und Staatssekretär, trat später aber, als großer Gegner Haiders, aus der FPÖ aus. Bruder Gero war FPÖ-Stadtrat in Klagenfurt.

Als Politik-Ehepaar, mittlerweile geschieden, traten Elisabeth und Harald Scheucher auf. Der frühere ÖVP-Bürgermeister von Klagenfurt trat in die Fußstapfen seines Vaters Blasius, der Vizebürgermeister war. Ehefrau Elisabeth startete als Gemeinderätin, war Nationalratsabgeordnete und erfolglose Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl 2004.

Wenn der Vater mit dem Sohne spielte es auch in der SPÖ: Gesundheitsminister und Kärntner Parteichef Michael Ausserwinkler hatte in seinem Vater, dem Klagenfurter Bürgermeister Hans Ausserwinkler, sein politisches Vorbild in der Familie. Josef Schantl war SPÖ-Landtagspräsident. Jahre später holte die damalige SPÖ-Chefin Gaby Schaunig den Arzt Wolfgang Schantl als Quereinsteiger in die Landespolitik, machte ihn zum Gesundheitslandesrat (von 2005 bis 2008). Aktuelle Akteure sind die Brüder Richard (Vizebürgermeister in Villach) und Jürgen Pfeiler (Stadtrat in Klagenfurt).

ANDREA BERGMANN

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