Christ in Saudi-Arabien in Todeszelle
Weil er mit Muslimen über seinen Glauben gesprochen hat, sitzt ein Christ aus Eritrea jetzt in Saudi-Arabien in einer Todeszelle, berichtet die römische katholische Nachrichtenagentur "Zenit" unter Berufung auf das Internetportal "Asmarino Independent". Demnach ist der Eritreer Mussie Eyob bereits am 12. Februar in einer Moschee in Haya-Roda in Jeddah festgenommen worden, wie Kathpress meldet.
Eyob, der vor etwa zwei Jahren Christ geworden war, hielt sich auf eigenen Wunsch in dem wahhabitischen Königreich auf. Er hatte u.a. eine Glaubensstunde für Mitarbeiter der Botschaft von Eritrea gehalten. Bei einem Besuch der Haya-Roda-Moschee wurde er verhaftet, weil er mit Muslimen über den christlichen Glauben gesprochen hatte. Dies gilt in Saudi-Arabien, das einer strengen Form des sunnitischen Islam folgt, als verboten und kann mit der Todesstrafe belegt werden.
Ein ärztliches Gutachten bescheinigte Mussie Prozessfähigkeit. Er wurde in das berüchtigte Briman-Hochsicherheitsgefängnis verlegt und wartet nun auf sein Urteil. Angehörige und Freunde, die ihn besuchen durften, sagen, er sei "relativ gefasst". Dennoch sorgten sie sich um sein Wohlergehen und baten in seinem Namen um Rechtsbeistand.
Seit Jahren gehört Saudi-Arabien zu den vordersten Ländern im Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes für verfolgte Christen "Open Doors". Derzeit belegt es Platz 4 der Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Laut Medienberichten sind in Saudi-Arabien auch zwei indische Christen aufgrund ihres Glaubens seit Monaten im Gefängnis.












