Algerisch-französisches Marinemanöver
Libyens Nachbarland Algerien hat am Montag gemeinsam mit der vormaligen Kolonialmacht Frankreich das Militärmanöver "Rais Hamidou 11" zur Überwachung des westlichen Mittelmeers begonnen. An dem in der französischen Hafenstadt Toulon gestarteten Manöver sind Marine-Einheiten beider Länder beteiligt. Die Übung soll am 12. April in Algier beendet werden.
Frankreich beteiligt sich im Mittelmeer unter anderem mit seinem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" an der vom UNO-Sicherheitsrat autorisierten militärischen Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen. Algerien hatte sich in der Arabischen Liga gegen die Operation gewandt. Das algerische Regime hatte in den vergangenen Wochen trotz Aufhebung des 19 Jahre geltenden Ausnahmezustands Oppositionskundgebungen drakonisch unterbunden.
Um einen Erdrutschsieg der Islamischen Heilsfront (FIS) bei den ersten pluralistischen Wahlen in Algerien Ende 1991 zu verhindern, hatte das Militär den Urnengang abgebrochen, den Ausnahmezustand verhängt und die islamistische Partei verboten. Dies führte zu einem mehrjährigen Bürgerkrieg mit schätzungsweise 200.000 Toten. Seit 1999 amtiert Präsident Abdelaziz Bouteflika als ziviles Aushängeschild der Armee.












