NATO übernimmt Libyen-Kommando vollständig

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Die NATO übernimmt das Kommando des gesamten internationalen Militäreinsatzes in Libyen. Dies teilte NATO-Generalsekretär Rasmussen am Sonntagabend in Brüssel nach einem Beschluss der Botschafter der 28 NATO-Staaten mit. Das Nordatlantische Bündnis wird von der "Koalition" den Einsatz zum Schutz der Bevölkerung vor den Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi übernehmen.
Dabei sind laut Beschluss des UN-Sicherheitsrates "alle notwendigen Maßnahmen" erlaubt. "Unser Ziel ist es, Zivilisten und von Zivilisten bewohnte Gebiete zu schützen, die von einem Angriff durch das Gaddafi-Regime bedroht sind", heißt es in der Erklärung Rasmussens. "Die NATO wird alle Aspekte dieser Resolution umsetzen - nicht mehr und nicht weniger."
Der Einsatz wird politisch und militärisch von der NATO geleitet. Doch wird es ein Lenkungsgremium geben, in dem jene "Truppensteller" vertreten sind, die aktiv teilnehmen - auch jene wie beispielsweise Katar, die nicht der Allianz angehören. Dieses Gremium soll eine beratende Rolle spielen.
Die Außenminister der bisherigen "Koalition" treffen sich am kommenden Dienstag in London. Dabei wollen Frankreich und Großbritannien einen Vorschlag für eine politische Lösung des Konflikts in Libyen machen. Auch Italien hat ein solches Papier angekündigt.
Französische Kampfjets haben unterdessen nahe der umkämpften libyschen Stadt Misrata sowie östlich der Hauptstadt Tripolis Panzer und ein größeres Munitionsdepot zerstört. Nach Angaben des Generalstabs in Paris verstärkte Allianzpartner Katar mit dem Eintreffen von vier weiteren Kampfflugzeugen des Typs Mirage 2000-5 auf der griechischen Insel Kreta sein Kontingent auf sechs Militärjets. Zuvor hatten französische Kampfjets die Zerstörung von mehreren einstrahligen Flugzeugen sowie zwei schweren Kampfhubschraubern bekanntgegeben.











