Hohe Wahlbeteiligung in Rheinland-Pfalz
In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wird heute gewählt: In Rheinland-Pfalz zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab, für Baden-Württemberg sind noch keine Angaben verfügbar.

Foto © Reuters
Bei der Landtagswahl am Sonntag im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bis 12.00 Uhr hätten knapp 32 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte der Landeswahlleiter mit. Vor fünf Jahren seien es um diese Zeit nur gut 26 Prozent gewesen.
2006 betrug die Wahlbeteiligung am Ende 58,2 Prozent - das war der niedrigste Wert in der Geschichte des Bundeslandes. In Rheinland-Pfalz sind rund 3,1 Millionen Bürger wahlberechtigt.
Für Baden-Württemberg, wo am Sonntag ebenfalls ein neuer Landtag gewählt wird, lagen noch keine landesweiten Angaben zur Wahlbeteiligung vor. Dort sind rund 7,6 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen.
Japan und "Stuttgart 21" beeinflussen Wahlen
Die Wahlen stehen unter dem Eindruck des AKW-Unglücks in Japan. In Baden-Württemberg kommt das umstrittene Bahn-Projekt "Stuttgart 21" hinzu.
In Baden-Württemberg könnte die schwarz-gelbe Koalition von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) abgelöst und die CDU erstmals seit 1953 in die Opposition geschickt werden. In Rheinland-Pfalz muss die SPD von Ministerpräsident Kurt Beck befürchten, die absolute Mehrheit zu verlieren. Als Koalitionspartner bieten sich die Grünen an.
In Baden-Württemberg sind 7,5 Millionen Bürger aufgerufen, die Zusammensetzung des Parlaments neu zu bestimmen. In den letzten Umfragen vor der Wahl kam die CDU zwar auf bis zu 38 Prozent und wäre damit trotz deutlicher Verluste weiterhin stärkste Partei. Ihr bisheriger Koalitionspartner FDP erreichte zuletzt aber nur Werte um die fünf Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen. Grüne und SPD lagen zuletzt mit etwa 24 Prozent gleichauf und kämen damit gemeinsam auf eine Mehrheit. Offen blieb, ob der SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid oder der Grünen-Herausforderer Winfried Kretschmann im Falle eines rot-grünen Wahlsiegs das Ministerpräsidentenamt übernehmen könnten. Kretschmann wäre der erste Ministerpräsident der Grünen in einem deutschen Bundesland.
In Rheinland-Pfalz, wo rund drei Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen sind, muss die seit fünf Jahren alleinregierende SPD damit rechnen, ihre absolute Mehrheit zu verlieren. Auch hier stehen aber die Grünen als möglicher Koalitionspartner bereit. Umfragen sahen die SPD zuletzt bei etwa 38 Prozent; sie wäre damit auf einen Partner angewiesen. Die Grünen können auf deutlich über zehn Prozent hoffen. Die CDU mit Spitzenkandidatin Julia Klöckner lag in Umfragen bei 35 Prozent, während die FDP auch in Rheinland-Pfalz mit Werten knapp über fünf Prozent um den Einzug ins Parlament bangen muss.













