CDU will Koalitions-Neuauflage in Sachsen-Anhalt

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Nach dem Wahlsieg der Christdemokraten im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt will CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff rasch mit dem bisherigen Koalitionspartner SPD über eine Fortsetzung der Arbeit verhandeln. Doch es könnte zunächst noch eine Hängepartie werden. Die SPD will Montagabend über die Aufnahme von Sondierungsgesprächen entscheiden.
Nach dem vorläufigen Endergebnis kam die CDU auf 32,5 Prozent. Die Linke wurde mit 23,7 Prozent zweitstärkste Kraft. Die SPD blieb mit 21,5 Prozent hinter der Linken. Die Grünen erzielten 7,1 Prozent.
Die SPD hält sich derzeit mit einer klaren Koalitionsaussage zurück. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte am Montag im Sender MDR INFO, es gebe "keinen Automatismus in Richtung Große Koalition". Die SPD halte sich auf jeden Fall alles offen. Jetzt gehe es auch um politische Inhalte, betonte Nahles. Dies könne die Partei unter anderem für eine Mindestlohn- und gute Schulpolitik, die zentrale Wahlkampfthemen der SPD in Sachsen-Anhalt waren, nutzen. Deswegen werde sich die SPD Zeit lassen und nichts überstürzen.
Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel sagte in Berlin, die Sozialdemokraten gingen "nicht zum Nulltarif" in eine Regierung mit der CDU. Notwendig seien ernsthafte Angebote und Verhandlungen. Ein Parteisprecher in Magdeburg sagte, Beratungen mit anderen Parteien sollten in dieser Woche beginnen.
CDU-Spitzenkandidat Haseloff hatte den Sozialdemokraten noch am Wahlabend eine Fortsetzung der gemeinsamen Koalition angeboten. SPD-Spitzenkandidat Jens Bullerjahn wollte sich zunächst aber nicht festlegen. Rechnerisch möglich ist auch ein rot-rotes Bündnis mit der SPD als Juniorpartner. Allerdings bekräftigte die SPD, keinen Linken zum Ministerpräsidenten wählen zu wollen. Die Linke wiederum will der SPD das Amt des Regierungschefs nicht überlassen.












