Vertrauen in die Regierung schwach - AK top
Um das Vertrauen der Österreicher in die Regierung ist es schlecht bestellt. Beim aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex erzielte sie einen Minuswert von 29 Punkten, die Opposition hat mit minus 26 kaum mehr Vertrauen.

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Unterboten werden diese Flop-Ergebnisse nur noch von der EU, die ein Minus von 35 Punkten einfuhr. An der Spitze des Rankings landete die Arbeiterkammer (AK), mit satten 52 Pluspunkten.
Hinter die AK nominierten die Befragungsteilnehmer den Rechnungshof mit 47 Punkten, gefolgt vom Verfassungsgerichtshof (44). Hohes Vertrauen genießen auch Polizei (42) und Nationalbank (38). Trotz kontroversieller Bildungsdebatten sind Universität (37) und Schule (24) noch im deutlich positiven Bereich angesiedelt, das Bundesheer ist mit 19 Punkten ebenfalls im Plus, ebenso die Krankenkassen (17). Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer (16 bzw. vier). Positiv saldierten bei den Befragten weiters der eigene Gemeinderat (14) und die Landesregierung (immerhin noch acht Punkte). Die katholische Kirche schneidet mit plus sieben Punkten auffällig schwach ab.
Dann geht es ab ins Minus, wo sich Seniorenrat und Justiz mit jeweils minus fünf Punkten noch die stärksten Positionen teilen. Das Parlament schnitt mit minus neun ab, der ÖGB mit minus elf, und vor den Schlusslichtern Opposition, Regierung und EU haben sich noch Industriellenvereinigung (-15) und Finanzmarktaufsicht (-24) platziert.
OGM-Chef Wolfgang Bachmayer sieht als eine Erklärung für den hohen Wert der AK deren "konsequent ausgebaute Besetzung von Themen rund um Konsumentenschutz und Vertretung von Arbeitnehmerinteressen". Der Vertrauensverlust in die Politik sei ein langjähriger Trend. Einzig die räumliche Nähe - siehe Gemeinderat bzw. Landesregierung - könne noch Vertrauen etablieren. Sehr deutlich sei auch die Abwärts-Entwicklung von Kirche und Justiz. Diese hätten sich vor mehr als einem Jahrzehnt "noch im Spitzenfeld des öffentlichen Vertrauens" befunden.
Für den Vertrauensindex wurden im März 500 Österreicher ab 16 Jahren telefonisch befragt, ob sie der jeweiligen Institution vertrauen oder nicht. Die Schwankungsbreite beträgt plus/minus 4,5 Prozent.
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Vertrauen in Österreichs Institutionen

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