"Euregio Senza Confini" als Chance
Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler will eine grenzüberschreitende Kooperation im Bereich Wirtschaft, Tourismus und Verkehrsinfrastrukturen forcieren.

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Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler gibt einer gemeinsamen "Euregio" mit Italien und Kroatien große Chancen. "Unsere drei Kulturen haben viel Kraft und Energie für die Zukunft", sagte Dörfler am Mittwochabend in einer Fernsehdiskussion mit dem Präsidenten der Region Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, und Istriens Präsident Ivan Nino Jakovcic. Veranstaltet wurde die Sendung vom Fersehsender "Antenna Tre Nord Est", der eine Rekordzuseherzahl von über einer Million meldete. Laut Dörfler hat die "bunte Region als kleines Europa große Chancen".
Der FPK-Politiker will vor allem auch Forschungs- und Bildungsprojekte grenzüberschreitend vorantreiben. Gemeinsam kann man laut Dörfler aus der Krise heraus erfolgreich sein. Man müsse dabei auf Politik, Wirtschaft, Kultur und vor allem auf die Jugend setzen. "Wir wollen gemeinsam stärker werden, zusammen Arbeit und Wohlstand schaffen", erklärte Dörfler. Von den grenzüberschreitenden Projekten sollten alle profitieren und man wolle sich auch nicht gegenseitig Arbeitsplätze wegnehmen. Es gelte, gemeinsame Vorteile und Chancen zu nutzen. So biete sich Kärnten für italienische Firmen als Brücke in den deutschen Wirtschaftsraum an.
Große Erwartungen
Vor allem von der Baltisch-Adriatischen Achse mit dem Koralmtunnel erwartet sich Dörfler viel. Diese Hochleistungsbahnverbindung von Danzig nach Bologna soll die Häfen der Adria und der Ostsee verbinden. "Unsere Zukunftsvision ist es, Waren sechs Tage schneller zu transportieren als Schiffe", erklärte der Kärntner Landeshauptmann.
Dörfler erwähnte weiters den touristischen Vorteil von "Senza Confini". "Urlaubsgäste können drei Tage in Istrien, drei Tage in Kärnten und drei Tage in Triest verbringen", meinte er. In diesem Sinne sei der Ausbau der Personenverkehrsverbindungen wichtig. Kärnten und Friaul hätten bereits ein entsprechendes EU-Projekt gestartet. Zudem gebe es täglich Schnellbusverbindungen von Klagenfurt nach Venedig. Mit der geplanten Dreiländer-Ski-WM in Kranjska Gora, Tarvis und Bad Kleinkirchheim werde man diese Euregio der ganzen Welt präsentieren können, betonte Dörfler.













