Bericht entlastet "Gorch-Fock"-Kapitän

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Der Bericht der Untersuchungskommission zu den Vorfällen auf dem deutschen Segelschulschiff "Gorch Fock" entlastet den suspendierten Kapitän Norbert Schatz. Die erhobenen Vorwürfe hätten sich zum großen Teil als nicht haltbar erwiesen, zitierte die "Financial Times Deutschland" aus dem Bericht.
Kadetten des Schiffes hatten sich über Schikanen, Alkoholexzesse an Bord und sexuelle Nötigung beklagt. Sie seien trotz Höhenangst unter Drohungen mit beruflichen Konsequenzen zum Aufentern in die höchsten Segel in bis zu 45 Metern Höhe genötigt worden. Eskaliert war die Lage nach dem tödlichen Sturz einer Kadettin aus der Takelage Anfang November. Das Verteidigungsministerium wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren.
Die Untersuchungskommission widerspricht dem Zeitungsbericht zufolge vor allem dem Kernvorwurf mehrerer Kadetten in Eingaben an den Wehrbeauftragten des Bundestags, sie seien nach dem tödlichen Sturz einer Kameradin aus der Takelage von ihren Ausbildern genötigt worden, wieder in die Segel zu klettern. Einzelne Lehrgangsteilnehmer hätten die Enterausbildung zwar als negativ empfunden. Dass die Ausbilder nach dem Unfall unangemessen massiven Druck zum Aufentern ausgeübt hätten, könne durch die Untersuchungen aber "nicht bestätigt werden".
Ausdrücklich nehme die Untersuchungskommission Kapitän Schatz und dessen Verhalten nach dem Tod der 25-jährigen Kadettin in Schutz. Bei Wiederaufnahme der Ausbildung am vierten Tag nach dem Unfall habe der Kommandant klargestellt, dass das Aufentern in die Takelage ab sofort freiwillig sei.
Der damalige deutsche Verteidigungsminister zu Guttenberg war von der Opposition kritisiert worden, weil er zunächst vor Vorverurteilungen gewarnt hatte, nur wenige Stunden später aber den Kapitän des Schiffs vorläufig suspendierte.












