Massenprotest in Wisconsin
Die Regierung des US-Bundesstaates Wisconsin will mittels Gesetz die Rechte der Gewerkschaften beschneiden. Nun gehen Tausende Menschen gegen die neue Willkür der Politiker auf die Straße.

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Im US-Staat Wisconsin haben bis zu Hunderttausend Menschen gegen die Begrenzung von Gewerkschaftsrechten im öffentlichen Dienst demonstriert. Die Polizei in der Stadt Madison sprach von 85.000 bis 100.000 Teilnehmern eines Massenprotestes am Samstag. Seit Freitag ist ein Gesetz in Kraft, das den Großteil von Verhandlungsrechten der Gewerkschaften, etwa für Lohnzusatzleistungen, für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes streicht.
Die Republikaner, die die Mehrheit in Wisconsin stellen, halten die Änderungen für unerlässlich, um die Sanierung der maroden Staatskasse voranzubringen. Der Unterzeichnung des Gesetzes am Freitag durch den republikanischen Gouverneur Scott Walker gingen wochenlange öffentliche Proteste voraus.
Einige demokratische Abgeordnete "flohen" sogar nach Illinois, um die Abstimmung durch Abwesenheit zu blockieren. Die Ereignisse haben inzwischen auch eine nationale Debatte in den USA über die Befugnisse von Gewerkschaften ausgelöst. Andere Bundesstaaten denken über ähnliche Schritte nach.












