Zwölf Zivilisten in Afghanistan getötet
Bei einem Bombenanschlag im Südwesten Afghanistans sind zwölf Zivilisten getötet worden. Die Opfer seien gerade aus Pakistan gekommen, als ein an der Straße versteckter Sprengsatz neben ihrem Auto explodiert sei, sagte der Gouverneur der Provinz Paktika, Mohebullah Samim, am Sonntag. Unter den Toten seien auch zwei Frauen und fünf Kinder. Der Bezirk Wasa Chwa wurde zuletzt immer gefährlicher.
Das Grenzgebiet zu Pakistan ist ein Rückzugsgebiet der radikal-islamischen Taliban, die immer wieder mit Sprengfallen am Straßenrand Anschläge verüben. Die Gewalt in Afghanistan ist auf dem höchsten Stand seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001.
In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben unterdessen am Sonntag rund 500 Menschen gegen die Tötung von neun Kindern bei einem NATO-Luftangriff protestiert. "Tod Amerika, Tod den Invasoren" skandierten die Demonstranten. "Wir wollen keine Besatzungstruppen", rief ein Demonstrant, der ein Bild der am Dienstag getöteten Kinder trug. Diese waren in der Provinz Kunar im Nordosten des Landes beim Holzsammeln durch eine Rakete eines NATO-Helikopters getötet worden. US-Präsident Obama und der Kommandant der US-Truppen in Afghanistan, General Petraeus, entschuldigten sich bereits für den Vorfall. Nach Angaben der NATO-Truppe ISAF hielt die Besatzung des Helikopters die Kinder für Aufständische.












