Saudi-Arabien verbietet Demonstrationen
In Saudi-Arabien hat die Regierung ein Kundgebungs- und Demonstrationsverbot erlassen. Die Sicherheitskräfte würden mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Versuche unterbinden, die öffentliche Ordnung zu gefährden, berichtete das staatliche Fernsehen am Samstag unter Berufung auf das Innenministerium. Zuvor hatte es kleinere Protestkundgebungen der schiitischen Minderheit im Land gegeben.
Seit mehreren Wochen werden zahlreiche arabische Länder von Unruhen erschüttert, darunter auch Saudi-Arabiens Nachbarn Bahrain und Oman, zwei ebenfalls konservative und pro-westliche Monarchien, und Jemen.
Im sozialen Netzwerk Facebook gibt es Aufrufe zu Demonstrationen gegen Korruption und für Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen. Die Demonstrationen sollen am 11. und 20. März stattfinden. Prinz Talal Ibn Abdulaziz (75), ein Halbbruder des Königs Abdullah, hatte in einem BBC-Interview erklärt, er rechne mit Unruhen auch in Saudi-Arabien, sofern nicht dringend benötigte Reformen eingeleitet würden. Solche Reformen könne aber nur der Monarch in Gang bringen.












