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Zuletzt aktualisiert: 25.02.2011 um 11:37 UhrKommentare

Nur 44 Prozent der Österreicher für Volksabstimmungen

Weniger als die Hälfte der Österreicher will mittels einer Volksabstimmung am politischen Geschehen teilnehmen. Vor allem Wähler der Regierungsparteien wollen die Gesetzgebung den Politikern überlassen.

Foto © APA

44 Prozent der Österreicher möchten im Rahmen von Volksabstimmungen politisch mitreden können. 41 Prozent sind dafür, dass Politiker die Sachentscheidungen treffen. Anhänger von mehr direkter Demokratie sind vor allem jüngere Leute, sowie Sympathisanten der Oppositionsparteien. Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.

Während 74 Prozent der tendenziellen Grünwähler und 52 Prozent der FPÖ- bzw. BZÖ-Anhänger mehr politische Mitbestimmung in Form von Volksentscheiden wünschen, sind es bei den Sozialdemokraten nur 44 Prozent. Am wenigsten direkte Einbindung verlangen mit 34 Prozent die ÖVP-Sympathisanten.

Deutsche eher für direkte Demokratie

IMAS befragte von 17. Jänner bis 8. Februar 1.010 für die österreichische Bevölkerung über 16 Jahre repräsentative Testpersonen in persönlichen Gesprächen. IMAS Deutschland führte von 20. Jänner bis 4. Februar 2.008 Interviews face-to-face. Ein Vergleich mit der deutschen Umfrage ergab, dass der Wunsch nach direkterer Demokratie in Deutschland bei 47 Prozent vorhanden und damit stärker ist als in Österreich (44 Prozent).

Laut den beiden Umfragen sind die Österreicher auch insgesamt politikverdrossener als ihre Nachbarn. Die Aussage: "Ich verfolge Politik nur beiläufig und interessiere mich nicht für Details", wurde in der Alpenrepublik von 38 Prozent unterstützt, in Deutschland nur von 30 Prozent. In beiden Ländern war die Jugend deutlich weniger interessiert als ältere Befragte.

Quelle: APA

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