Regierung gab 2010 für Auslandsreisen 2,2 Mio. aus

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Vergleichsweise wenig Geld hat die Regierung im Vorjahr für Auslandsreisen ausgegeben: 220 Aufenthalte schlugen mit Gesamtkosten (inklusive Delegationen) von 2,2 Mio. Euro zu Buche, ergab eine Anfrageserie der FPÖ. Das ist weniger als 2008, in den Jahren 2004 und 2005 wurden sogar Reisekosten von um die zehn Mio. Euro genannt. Außenminister Spindelegger absolvierte mit 41 die meisten Dienstreisen.
Mit Abstand folgen Vizekanzler Pröll und Umweltminister Berlakovich mit je 20 Auslandsaufenthalten. Justizministerin Bandion-Ortner kam auf 19. Das umtriebigste SPÖ-Regierungsmitglied war 2010 Unterrichtsministerin Schmied mit 18 Reisen, Bundeskanzler Faymann und Verteidigungsminister Darabos wiesen jeweils 15 aus.
Der teuerste Aufenthalt im Vorjahr war jener von Pröll in Indien. Der fünftägige Arbeitsbesuch mit einer 19-köpfigen Delegation im Februar kostete mehr als 75.000 Euro. Zur selben Zeit gab Spindelegger für seine fünftägige Nahost-Reise (nach Israel, in die Palästinenser-Gebiete, den Libanon und nach Syrien) - mit 15 Begleitern - fast 70.000 Euro aus. Auch die (getrennten) Arbeitsbesuche von Bundes- und Vizekanzler in Israel gehören zu den aufwändigsten: Faymanns zweitägiger Aufenthalt mit 19 Begleitern im Juni kostete rund 57.000 Euro, Prölls dreitägiger im Mai mit 15 Begleitern rund 58.000 Euro.
Die geringsten Durchschnittskosten fielen bei SP-Frauenministerin Heinisch-Hosek (rund 2.600 Euro) und bei Bandion-Ortner (3.000 Euro) an. Beide blieben - mit je einer Ausnahme - in Europa, Heinisch-Hosek wies mit vier Auslandsaufenthalten die geringste Reisetätigkeit aus.













