Kanzlerin Merkel steht weiter hinter Guttenberg

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Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel steht trotz des Wirbels um die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Guttenberg hinter dem Politiker. Sie habe "volles Vertrauen", sagte Regierungssprecher Seibert am Montag. Der Regierungssprecher unterstrich, Merkel unterstütze den Minister "in seiner schwierigen Arbeit".
Alle Fragen um die Doktorarbeit, bei der Guttenberg fremde Texte ohne Kennzeichnung übernommen hat, müsse die zuständige Universität Bayreuth klären. Irgendwelche Veröffentlichungen seien dabei nicht maßgebend.
FDP-Vorstandsmitglied Kubicki hat unterdessen Merkel aufgefordert, Guttenberg wegen der Plagiatsvorwürfe vorübergehend von seinen Aufgaben zu entbinden. "Ich bitte Angela Merkel, den Minister zum eigenen Schutz und aus Respekt vor dem Amt des Verteidigungsministers abzuberufen, bis die Vorwürfe gegen Herrn zu Guttenberg endgültig aufgeklärt sind", sagte der Vertreter der kleineren Koalitionspartei der "Leipziger Volkszeitung". Die öffentliche und politische Aufarbeitung der Promotionsaffäre sei für alle Seiten unangemessen. Deshalb müsse die Kanzlerin eingreifen, sagte der Schleswig-Holsteiner FDP-Fraktionschef.
Guttenberg hatte am Freitag Fehler eingestanden und diese bedauert. Er sagte, er entschuldige sich, wenn jemand ohne Nachweis zitiert worden sei. Bis zur Klärung der Vorwürfe verzichtete er auf die Führung des Doktortitels. Den Vorwurf der Täuschung wies der Minister aber entschieden zurück. Die Oppositionsparteien wollen die Vorwürfe nun im Bundestag ansprechen. Ein Sprecher des Verteidigungsministers nannte Spekulationen um einen Rücktritt Guttenbergs "Unsinn". Diese frühere Erklärung des Ministers gelte noch immer.













