Fischer von Forschung in Singapur beeindruckt

Foto © APA
Bundespräsident Fischer ist am Montag bei seinem Staatsbesuch im südostasiatischen Stadtstaat Singapur mit Präsident S. R. Nathan und Premier Lee Hsien Loong zusammengetroffen. Dabei hat er versucht, Sorgen abzubauen, der Euro oder die EU befänden sich in existenziellen Schwierigkeiten. Fischer erwartet durch seinen Besuch wichtige Impulse auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet.
Der Stadtstaat unterstütze die österreichische Kandidatur um einen Sitz im UNO-Menschenrechtsrat, sagte Fischer. Beeindruckt zeigte er sich auch von der "Konzentration auf die systematische Förderung von Wissenschaft und Forschung" in Singapur. Durch diese Prioritätensetzung sei dort "sehr viel geleistet" worden, was sich positiv auf die Wirtschaft des Stadtstaates ausgewirkt habe. Auch Österreich müsse sich das verstärkt zur Richtschnur machen, forderte das Staatsoberhaupt, das am Montag die staatliche Forschungsförderungsagentur A*Star/One North besuchte. Fischer betonte das gegenseitige Interesse an verstärkten Wirtschaftsbeziehungen.
Das "Top-Finanzzentrum" Singapur, dessen Wirtschaft im Vorjahr mit 14,5 Prozent rasant wuchs, sei der wichtigste österreichische Handelspartner in Südostasien, betonte Fischer. Laut dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten in Singapur, Gerhard Meschke, betrugen die österreichischen Exporte nach Singapur im Vorjahr schätzungsweise 300 Millionen Euro, die Importe 140 Mio. Euro.
Fischer sagte, er habe Premier Lee auch gefragt, ob er sich eine Abschaffung der Todesstrafe vorstellen kann. Lee habe geantwortet, das Drogenproblem sei "so gravierend und gesellschaftlich gefährlich", dass man es nicht verantworten könne, auf Hinrichtungen zu verzichten. Die Todesstrafe wird in Singapur hauptsächlich wegen Drogenhandels verhängt, wofür sie zwingend vorgeschrieben ist.












