Strauss-Kahn schweigt zu Präsidentenkandidatur

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Der französische Sozialist Dominique Strauss-Kahn, der am Wochenende in seine Funktion als Chef des IWF am G-20-Treffen in Paris teilgenommen hat, hält die Spannung über sein mögliches Antreten bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2012 aufrecht. Zu entsprechenden Fragen schwieg er eisern. Zugleich ließ er mitteilen, dass er für ein zweites Mandat an der IWF-Spitze nicht mehr zur Verfügung stehe.
Dies verlieh den Spekulationen über eine Präsidentschaftskandidatur des populären sozialistischen Politikers Auftrieb. Da seine Amtszeit in Washington jedoch erst im November 2012 endet, müsste er zurücktreten, um bei der Wahl im Mai 2012 gegen Präsident Sarkozy antreten zu können. Auffallend ist auch, dass Strauss-Kahn in jüngster Zeit mehrmals den Wunsch äußerte, dass ein Vertreter der Schwellenländer den IWF-Chefposten übernimmt.
In sämtlichen Meinungsumfragen zur französischen Präsidentenwahl hat Strauss-Kahn die Nase vorn. Laut einer IFOP-Studie, die am Wochenende von der Pariser Tageszeitung "France Soir" veröffentlicht wurde, würden im ersten Durchgang 26 Prozent für Strauss-Kahn stimmen, 22 Prozent für Präsident Sarkozy und 19 Prozent für die Chefin der rechtsextremen "Front National" (FN), Marine Le Pen. Sozialistenchefin Aubry brächte es im ersten Durchgang nur auf 22 Prozent der Stimmen und würde knapp von Sarkozy (23 Prozent) geschlagen. An dritter Stelle folgt unverändert Le Pen (20 Prozent).
Sozialistensprecher Benoit Hamon ist überzeugt, dass Strauss-Kahn nicht bei der Präsidentenwahl antreten wird. Der Chef der "Mouvement Democrate" bezeichnete die "Medienaufregung" rund um den IWF-Chef als "lächerlich". Der Grün-Politiker Noel Mamere vermutet gar ein Ablenkungsmanöver. Strauss-Kahn selbst erklärte am Ende des G-20-Treffens gegenüber Journalisten, dass er "nur den IWF im Sinn" habe.












