64 Zivilisten in Ostafghanistan getötet
Im Osten Afghanistans sind in den vergangenen Tagen nach Angaben eines Regionalgouverneurs 64 Zivilisten bei Einsätzen der afghanischen und NATO-Kräfte ums Leben gekommen. Fast die Hälfte der Todesopfer seien Kinder und Jugendliche, sagte der Gouverneur der Provinz Kunar, Fazlullah Wahidi, am Sonntag der Agentur Reuters. Auch seien unter den Toten 20 Frauen.
Die Zivilisten seien innerhalb der vergangenen vier Tage bei mehreren gemeinsamen Bodeneinsätzen sowie Luftangriffen der afghanischen Armee mit den NATO-Truppen getötet worden. Ein Sprecher der westlichen ISAF-Truppe erklärte, das Bündnis gehe Berichten über sieben verletzte Zivilisten nach. Informationen über getötete Zivilpersonen lägen nicht vor.
Zivile Opfer haben in der Vergangenheit zu Meinungsverschiedenheiten zwischen der afghanischen Regierung und ihren westlichen Verbündeten geführt. Die NATO hatte daraufhin die Einsatzrichtlinien vor allem für Luftangriffe verschärft. Daraufhin ging die Zahl ziviler Opfer zurück.
Auch in Pakistan kamen am Wochenende mindestens 30 Menschen ums Leben. Wie aus Sicherheitskreisen in der Region verlautete, attackierten in der Nacht auf Sonntag rund 100 radikal-islamische Kämpfer einen Außenposten der Grenztruppen im Stammesgebiet Mohmand. Die Soldaten hätten den Angriff erwidert und dabei etwa 20 Bewaffnete getötet und 30 weitere verletzt.
Im weiter südlich gelegenen Stammesgebiet Orakzai starben den Angaben zufolge zudem mindestens zehn Aufständische, als das Militär deren Stützpunkte unter Beschuss nahm. Über Opfer bei den Sicherheitskräften wurde bei beiden Zwischenfällen nichts bekannt. Die Stammesgebiete im Nordwesten Pakistans gelten als Hochburg von Extremisten mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida.












