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Zuletzt aktualisiert: 16.02.2011 um 14:05 UhrKommentare

Gerüchteküche brodelt: Aus von Militärkommanden?

Angebliche Schließungspläne für das Militärkommando Kärnten sowie Kasernen, Brigaden und Bataillone sorgen für heftigen Wirbel. Scheuch und Martinz zeigen sich empört, Generalstabschef beruhigt und spricht von unwahren Gerüchten.

Wie geht es mit dem Bundesheer weiter?

Foto © KLZ/FuchsWie geht es mit dem Bundesheer weiter?

Für viel Wirbel sorgen Gerüchte um angebliche Schließungspläne rund um das Militärkommando Kärnten. In einem - angeblich von Verteidigungsminister Norbert Darabos bevorzugten - Sparplan ist die Schließung der neun Militärkommanden in den Bundesländern geplant.

Außerdem stehen darin diverse Kasernen und Stützpunkte vor dem Aus. So sollen vier Brigaden und Bataillone in Kärnten eingespart werden. Insgesamt ist die Rede davon, österreichweit 5000 bis 6000 Mitarbeiter abzubauen. Dies geht aus einem Dokument hervor, das den Regionalmedien Austria (RMA) vorliegt.

Heftige Reaktionen

FPK-Obmann Uwe Scheuch und ÖVP-Landesrat Josef Martinz reagierten mit einem heftigen Aufschrei auf die Schließungsgerüchte. So wetterte Scheuch: "Die vorliegenden Pläne sind ein Desaster für die Einsatzfähigkeit des Bundesheeres im Katastrophenfall, aber auch für die Kärntner Wirtschaft".

Martinz bläst ins selbe Horn: "Die ÖVP Kärnten protestiert schärfstens gegen Pläne zur Schließung des Militärkommandos. Mit dem signalisierten Abbau von Bundesheer und Mitarbeitern würden allfällige Einsatze im Katastrophenfall gefährdet".

Spath: "Diskussion derzeit nicht sinnvoll"

Kärntens Militärkommandant Gunther Spath sieht in den vermeintlichen Schließungsplänen nur einen weiteren Baustein aus der Gerüchteküche. "Ich kenne keine derartigen Planungen. Bei mehreren Sitzungen mit dem Generalstab war in den letzten Wochen keine Rede davon." Deshalb sei laut Spath eine Diskussion zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, so lange nicht klar ist, wie das Bundesheer der Zukunft überhaupt aussehen soll. "Alles andere führt nur dazu, dass unser Personal noch weiter verunsichert wird", sagt Spath.

Generalstabschef beruhigt

Auch aus dem Bundesministerium kommen beruhigende Worte. "Diese Informationen sind falsch und werden derzeit von den Reformgegnern und Reformverweigerern gestreut. Es gibt keine Kasernen-Schließungsliste", hielt der interimistische Generalstabschef Othmar Commenda fest. "In den von Bundesminister Darabos präsentierten Modellen wird natürlich auch das Thema Infrastruktur behandelt, weil wir im Falle eines Freiwilligenheeres personell und strukturell kleiner werden. Konkrete Standorte sind in den Modellen nicht erwähnt", so Commenda weiter.


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