Streiks legen Nahverkehr in Athen abermals lahm
Das tägliche Verkehrs- und Streikchaos hat am Dienstag in Athen einen neuen Höhepunkt erreicht: Sämtliche S-Bahnen, U-Bahnen und alle Busse wurden seit 05.00 Uhr Ortszeit für 24 Stunden bestreikt. Die Streiks legten den öffentlichen Nahverkehr in der griechischen Hauptstadt in der Früh komplett lahm. Auf den Zufahrtsstraßen der Metropole kam es zu endlosen Staus. Tausende kamen zu spät zur Arbeit.
Die Streikenden protestieren gegen Sparmaßnahmen in ihren Betrieben, die nach Schätzungen ihrer Gewerkschaften zu Lohnkürzungen von bis zu 25 Prozent bei den Beschäftigten der Bus- und U-Bahn-Betriebe führen werde. Zudem sollen die verschiedenartigen Nahverkehrsunternehmen zusammengelegt werden. Die Regierung will damit die Defizite dieser Betriebe senken. Das entsprechende Gesetz sollte am späten Dienstagabend vom griechischen Parlament gebilligt werden. Die regierenden Sozialisten verfügen über eine Mehrheit von 156 der 300 Abgeordneten im griechischen Parlament.
Die Wirtschaft des hoch verschuldeten Staats kommt unterdessen nicht aus der Krise und schrumpft weiter. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut Statistikamt im vierten Quartal um 1,4 Prozent verglichen mit dem Sommer. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank das BIP um 6,6 Prozent. Die griechische Notenbank geht davon aus, dass die Wirtschaft des Landes auch 2011 und damit das dritte Jahr in Folge in der Rezession bleibt. Unter der Krise litten vor allem Investitionen und der private Konsum.












