Finis FLI will Alternative zu Berlusconi werden

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In Mailand hat der dreitägige Gründungskongress der Mitte-Rechts-Partei "Zukunft und Freiheit in Italien" (FLI) um den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, begonnen. Den rund 8.000 Delegierten wurde das Programm der Partei vorgestellt, mit dem sich die Gruppierung als politische Alternative zu Ministerpräsident Berlusconi profilieren will.
Wirtschaftswachstum, institutionelle Reformen, Kampf gegen Populismus und für mehr Transparenz in der italienischen Politik sind einige Schwerpunkte des FLI-Programms. "Hier in Mailand stellen wir die Weichen für einen neuen italienischen Frühling. Wir treiben ein ehrgeiziges Projekt voran: Die Wiedergeburt unseres geliebten Italien zu fördern. Nur die Zeit wird zeigen, ob wir einer derart ehrgeizigen Herausforderung gewachsen sind", sagte Fini.
Ex-Europaminister Andrea Ronchi, "rechte Hand" Finis, versicherte, dass die FLI auch im Fall vorgezogener Parlamentswahlen niemals Allianzen mit der oppositionellen Mitte-Links-Allianz eingehen werde. "Wir wollen eine Alternative zur Linken aufbauen", erklärte der Ex-Minister. Der Parteikoordinator Adolfo Urso sagte, die FLI buhle um die Stimmen der 20 Millionen Nichtwähler. "Wir müssen die Unterstützung der politikverdrossenen Italiener zurückgewinnen", erklärte Urso.
Am Sonntag wird die neue Gruppierung offiziell aus der Taufe gehoben werden. Der Kongress wird mit einer Abschlussrede Finis zu Ende gehen, der zum Parteipräsidenten, nicht aber zum Parteivorsitzenden gewählt werden soll. Nach seinem Bruch mit Premier Berlusconi im vergangenen Juli wird der ehemalige Postfaschist nicht persönlich die Führung der neuen Partei übernehmen, da er vorerst Präsident der Abgeordnetenkammer bleiben will. Das Ruder der Gruppierung wird laut Gerüchten Italo Bocchino übernehmen, der bereits Fraktionschef der Fini-Gruppe in der Abgeordnetenkammer ist.












