Lehrerstreik gegen Postenabbau in Frankreich
In Frankreich hat am Donnerstag der erste Lehrerstreik seit Jahreswechsel stattgefunden. Nach Angaben des Bildungsministeriums beteiligten sich 17 Prozent der Lehrer an dem Protest gegen den geplanten Abbau von 16.000 Posten in diesem Jahr, während die Anzahl der Schüler im Schuljahr 2011/12 um 62.000 Personen ansteigen wird.
Am Nachmittag fanden in Paris und zahlreichen anderen Städten auch Demonstrationen der Lehrer statt. In der Seine-Metropole marschierten die Protestteilnehmer vom Senatsgebäude am Jardin du Luxembourg bis hin zum Bildungsministerium. Die Organisatoren unterstrichen, dass die Streikbeteiligung am Donnerstag in gewissen Schulen bis zu 90 Prozent erreicht habe.
Aus Protest gegen die Sparmaßnahmen hatten die Gewerkschaften FSU und UNSA bereits den Neujahrsempfang von Präsident Sarkozy boykottiert. Der Präsident tritt am Donnerstagabend in einer Fernsehsendung auf, und es wird von den Lehrern erwartet, dass er zu der Problematik Stellung nimmt.
Zu diesem ersten Streiktag hatten nur die Lehrergewerkschaft FSU gemeinsam mit den Arbeitnehmerorganisationen CGT und SUD aufgerufen. Ein von sämtlichen Gewerkschaftsverbänden ausgerufener Ausstand der Lehrer steht bereits am 19. März auf dem Programm. An dem Tag sind auch landesweite Protestkundgebungen geplant. Die Regierung hielt den Bedenken entgegen, dass sie das Personal zweckmäßiger einsetzen will, um das Niveau qualitativ halten zu können.













