Festnahme nach Toten bei Protesten in Albanien
Nachdem am 21. Jänner bei einer Anti-Regierungs-Demonstration in der albanischen Hauptstadt Tirana vier Oppositionsanhänger durch Schüsse getötet wurden, ist es am Dienstag zu einer ersten Festnahme gekommen. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte sechs Haftbefehle gegen Mitglieder der Republikanische Garde erlassen. Einer von ihnen, Agim Llupo, sei nun verhaftet worden, so der TV-Sender Top Channel.
Llupo leitet demnach eine Spezialeinheit der Garde. Unter den weiteren Gardisten, gegen die Haftbefehl erlassen wurde, befindet sich auch Oberkommandant Prendi.
Am 21. Jänner war der eineinhalb Jahre schwelende Konflikt zwischen Regierung und Opposition in Tirana um die Parlamentswahl 2009 eskaliert. Die Schüsse fielen bei einer Demonstration der Opposition, als Regierungsgegner versuchten, in das Regierungsgebäude einzudringen. Drei Personen starben noch am selben Tag, ein weiterer Mann erlag am vorigen Samstag seinen Verletzungen.
Ministerpräsident Berisha beschuldigte die sozialistische Opposition unter dem Tiranaer Bürgermeister Rama nach den blutigen Ereignissen, einen Staatsstreich verüben zu wollen. Er stärkte den Sicherheitskräften demonstrativ den Rücken. Während sich internationale Akteure, darunter EU und USA erneut um Vermittlung im Wahlstreit bemühen, setzten die Sozialisten ihre Proteste fort.













