Kein Ende der Massenvergewaltigungen im Kongo
In der Demokratischen Republik Kongo kommt es nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen weiterhin zu schwersten Menschenrechtsverletzungen. Erst Ende Jänner seien wieder 52 Fälle von Massenvergewaltigungen registriert worden, sagte der UNO-Sonderbeauftragte Roger Meece am Montag vor dem Weltsicherheitsrat in New York.
Bewaffnete Gruppen würden immer wieder Dörfer überfallen und die Menschen aufs Schlimmste terrorisieren. Allerdings bleibe der Druck von UNO und EU offenbar nicht ohne Folgen. Vermehrt würden jetzt Soldaten und Polizisten wegen solcher Gewalttaten festgenommen. "Das ist noch kein richtiger Erfolg, aber immerhin ein Fortschritt", sagte der US-Amerikaner.
Deutschlands UNO-Botschafter Peter Wittig nannte die Situation in dem afrikanischen Land "dramatisch". Gerade Kinder würden sich Vergewaltigungen, Verstümmelungen oder der Zwangsrekrutierung zu Kindersoldaten gegenübersehen. Er forderte nach Angaben westlicher Diplomaten in der geschlossenen Sitzung die kongolesische Regierung von Präsident Joseph Kabila auf, ihrer Pflicht zum Schutz ihres Volkes gerecht zu werden. Die kürzlich erfolgte Beförderung von Offizieren, die an Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren, sei inakzeptabel. Auch die UNO-Mission müsse "robust" zum Schutz der Menschen vorgehen.
Den Rebellen der ruandesischen Hutu-Extremistengruppe FDLR ("Demokratische Kräfte für die Befreiung Ruandas"), die sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo etabliert haben, werden Massenvergewaltigungen und andere schwere Übergriffe zur Last gelegt.












