Heutige Bürgermeisterwahl in Lienz wird wieder eng
Bei Vorfrühlingswetter sind die 10.009 Wahlberechtigten in der Dolomitenstadt Lienz in Osttirol am Sonntag erneut aufgerufen, den Bürgermeister zu wählen. Nach der Aufhebung des Ergebnisses der Stichwahl vom März 2010 wegen telefonisch georderter Wahlkarten mussten ÖVP-Ortschef Hibler und seine SPÖ-Herausforderin Blanik ein weiteres Mal gegeneinander antreten. Ein Kopf-an-Kopfrennen wird erwartet.
Gewählt werden kann bis 16.00 Uhr. Das vorläufige Endergebnis sollte spätestens 17.00 Uhr feststehen. Angefochten worden war der Wahlgang von der SPÖ. Blanik lag nur 14 Stimmen hinter Hibler.
Das Höchstgericht hatte argumentiert, die Gemeinde habe sieben Prozent der Wahlkarten nach telefonischer Antragstellung ausgefertigt. Zudem seien bei persönlicher Vorsprache Wahlkarten für Familienmitglieder ohne Vollmacht ausgehändigt worden. Eine Antragstellung von Wahlkarten über das Telefon sei nach den Bestimmungen des Tiroler Wahlrechts unzulässig, ebenso eine Übergabe einer Wahlkarte ohne entsprechende Vollmacht, begründen die Verfassungsrichter die Entscheidung.
Bei der Bürgermeister-Stichwahl in Lienz vom 28. März 2010 entfielen (bei einer Wahlbeteiligung von 65,03 Prozent) auf Hibler 50,1 Prozent oder 3.221 Stimmen. Blanik kam auf 49,9 Prozent oder 3.207 Stimmen. Bei der Gemeinderatswahl erreichte die ÖVP 43,72 Prozent, die SPÖ 30,66, die "Liste Stadt Lienz" 9,94, die FPÖ 5,32, die Grünen 3,72, das BZÖ 3,63 und die "Union für Lienz" 3,01 Prozent.












