Tote an Grenze zwischen Thailand und Kambodscha

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Bei einem Feuergefecht an der stellenweises umstrittenen Grenze zwischen Thailand und Kambodscha sind am Freitag zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern der Kämpfe in der Nähe des von den beiden Ländern beanspruchten Tempels Preah Vihear handelte es sich nach Angaben beider Seiten um einen kambodschanischen Soldaten und einen thailändischen Zivilisten.
Einem thailändischen Armee-Vertreter zufolge begannen die Kämpfe am frühen Nachmittag in Phu Makuea nahe des Tempels aus dem elften Jahrhundert. Beide Seiten machten sich gegenseitig dafür verantwortlich. Einem kambodschanischen Kommandeur zufolge wurde ein Soldat bei dem Gefecht getötet. Nach Regierungsangaben aus Bangkok kam durch Artillerie-Beschuss zudem ein thailändischer Dorfbewohner ums Leben; fünf Soldaten seien verletzt worden.
Der Tempel sorgt seit Jahrzehnten für Spannungen zwischen Phnom Penh und Bangkok. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschied 1962, dass die Ruinen von Preah Vihear zu Kambodscha gehören. Der Haupteingang des Tempels liegt aber auf thailändischem Gebiet. Im Juli 2008 verschärfte sich die Lage, nachdem die UNESCO zum Ärger thailändischer Nationalisten den Tempel als kambodschanisches Gebäude auf die Weltkulturerbe-Liste aufnahm.
Wegen des jahrzehntelangen Konflikts gibt es an mehreren Stellen immer wieder Gefechte an der Grenze, deren Verlauf nie vollständig genau festgelegt wurde. Vielerorts in der Region werden noch Landminen aus dem Krieg in Kambodscha vermutet.
Kambodscha bezeichnete die jüngsten Ereignisse als "thailändische Invasion" und kündigte an, am Samstag eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat einzulegen. Der thailändische Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon erklärte hingegen, beide Seiten verhandelten inzwischen. "Ich bin sicher, dass alles gut wird."












