Fünf Prozent der Kindergeld-Bezieher sind Männer

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Bei knapp fünf Prozent der Kinderbetreuungsgeld-Bezieher handelt es sich um Männer und in dieser Gruppe sind selbstständige, studierende und arbeitslose Väter besonders stark vertreten. Zu diesem Ergebnis ist eine Untersuchung der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt gekommen. Die Analyse zeigt, dass die einkommensabhängige Kindergeldvariante bei Männern nicht den erhofften Anklang findet.
Im Zeitraum 2000 bis 2010 stieg der Männer-Anteil unter den Kindergeld-Beziehern zwar von 1,9 auf 4,6 Prozent. Dieser Anstieg gehe jedoch "überproportional" auf selbstständige, arbeitslose und studierende Väter zurück, erklärte Studienleiterin Ingrid Mairhuber in einer Aussendung. Kinderbetreuungsgeld könne ja bezogen werden, so lange das Einkommen nicht die Zuverdienstgrenze überschreitet. Die Zahl der männlichen Kindergeld-Bezieher lasse sich demnach nicht mit jener gleichsetzen, die tatsächlich die Betreuungspflicht übernehmen. Angestellte und Arbeiter, die ihre Berufslaufbahn unterbrechen müssten, nehmen das Kindergeld seltener in Anspruch.
Laut Mairhuber habe auch das neueste einkommensabhängige Karenzmodell bisher nur wenig Wirkung auf die Papas. Den höchsten Männeranteil weisen die beiden Varianten 15+3 Monate (elf Prozent Männer) und 12+2 Monate (sieben Prozent) auf, gefolgt vom Modell 20+4 Monate (5,8 Prozent). Bei der einkommensabhängigen Variante beläuft sich der Väteranteil auf 3,8 Prozent gegenüber 3,9 Prozent beim längsten Modell (30+6).
"Die Gründe hierfür dürften im traditionellen Rollenverhalten liegen. Die Aufteilung zwischen Männern und Frauen sitzt ganz tief", erklärte Mairhuber gegenüber der APA und plädiert deshalb für mehr Bewusstseinsbildung. Unterstützung bräuchten ihrer Meinung nach auch Betriebe, wenn Mitarbeiter ihre Karriere unterbrechen, sowie Betroffene selbst. So würden Frauen seltener als Männer ihre Auszeit detailliert planen und dadurch Nachteile eher in Kauf nehmen.












