Untersuchung auf der "Gorch Fock" beginnt

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Die Untersuchungskommission zu den Vorfällen auf dem deutschen Segelschulschiff "Gorch Fock" hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Ermittler unter der Leitung von Konteradmiral Horst-Dieter Kolletschke trafen in der Nacht auf Freitag in der argentinischen Hafenstadt Ushuaia ein, wo das deutsche Segelschulschiff derzeit vor Anker liegt.
Mit im Team sind drei Juristen des Marineamtes sowie zwei Mitarbeiter des deutschen Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus, der die Vorgänge auf der "Gorch Fock" bekanntgemacht hatte. Gemeinsam mit den Ermittlern kam Kapitän Michael Brühn in Feuerland an, der vorübergehend das Kommando auf der "Gorch Fock" übernehmen und sie in ihren Heimathafen Kiel zurückbringen soll. Den Kapitän des Schiffes, Norbert Schatz, hatte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bis zur Klärung der Vorwürfe vom Dienst suspendiert.
Kadetten des Schiffes hatten sich über Schikanen, Alkoholexzesse an Bord und sexuelle Nötigung beklagt. Sie seien trotz Höhenangst unter Drohungen mit beruflichen Konsequenzen zum Aufentern in die höchsten Segel in bis zu 45 Metern Höhe genötigt worden, berichteten Offiziersanwärter den Mitarbeitern des Wehrbeauftragten Königshaus. Eskaliert war die Lage nach dem tödlichen Sturz einer Kadettin aus der Takelage Anfang November. Bereits wenige Tage danach hätten viele Vorgesetzte wieder mit Alkohol laut gefeiert und am 11. November - vier Tage nach dem Unfall - eine Party veranstaltet. Besonders die Mannschaftssoldaten hätten sich "beinahe wie Könige" an Bord aufgeführt.













