Pröll erweitert Absetzbarkeit von Spendengeldern

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Künftig sollen auch Spenden an Umweltschutzorganisationen und die Freiwilligen Feuerwehren absetzbar sein, konkretisierte Finanzminister Pröll am Mittwoch sein zu Weihnachten ankündigtes Vorhaben. Bisher konnten nur Spenden für mildtätige Organisationen, Entwicklungszusammenarbeit oder Katastrophenhilfe beim Finanzamt geltend gemacht werden. Das noch zur Verfügung stehende Volumen war aber groß.
100 Mio. Euro wurden als Steuerausfall für die abgesetzten Spenden eingeplant, 2009 (Zahlen für 2010 gibt es noch nicht) lukrierten die Spender 20 Mio. Euro. Die Maßnahme sei aber durchaus erfolgreich gewesen, betonte Prölls Pressesprecher: Denn das Spendenaufkommen sei 2009 um 30 Mio. Euro gestiegen. Da aber noch viel Geld zur Verfügung steht, arbeiten die Beamten des Finanzministeriums derzeit an der Erweiterung des Kriterienkatalogs.
Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 eingeführt. Geltend gemacht werden können bis zu zehn Prozent der Einkünfte bzw. des Vorjahresgewinnes. Von dem Bonus profitieren also nur Steuerzahler - und zwar für eine 100-Euro-Spende je nach Steuerklasse mit zwischen 36,50 und 50 Euro.
Die SPÖ sieht zwar "gute Gründe", die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden auch auf Blaulicht-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen auszuweiten. Aber zunächst sollte man die Evaluierung des Prüfungsbeirates abwarten, so SPÖ-Finanzsprecher Krainer. "Es ist nicht zielführend, alle paar Wochen einer anderen Organisation zu versprechen, in die Liste aufgenommen zu werden, solange der Evaluierungsbericht aus dem Finanzministerium noch nicht vorliegt", übte Krainer Kritik an der jetzigen Ankündigung von Pröll, auch die Freiwilligen Feuerwehren und Umweltschutzorganisationen einzubeziehen.












