Nahverkehrsstreik sorgte für Probleme in Italien
Italiens autonome Linksgewerkschaften COBAS protestiert gegen die Regierung Berlusconi. Gegen die Einsparungen des Mitte-Rechts-Kabinetts legten die Bediensteten im Nahverkehr am Mittwoch in fast allen Städten die Arbeit nieder. In den Großstädten kam es wegen eines Arbeitsausstands zu erheblichen Problemen im öffentlichen Verkehr. Betroffen waren Busse, Straßenbahnen und teilweise auch U-Bahnen.
Mit dem Streik protestieren die Linksgewerkschaften gegen die Einschnitte der Regierung Berlusconi bei den Ausgaben für den öffentlichen Nahverkehr. Sie warnten vor Plänen der Regierung, Privatisierungen im Nahverkehr durchzuführen. "Der öffentliche Nahverkehr muss nicht nur geschützt, sondern auch gestärkt werden, um den Privatverkehr zu bekämpfen, der unsere Städte erdrosselt", sagte Gewerkschaftssprecher Giampietro Antonini.
Die Gewerkschaften protestierten auch für einen neuen Vertrag für die Bediensteten im Bahn- und Nahverkehrsbereich, der schon seit zwei Jahren ausgelaufen ist. Die COBAS fordern eine Erhöhung der Mindestlöhne und einen verstärkten Einsatz gegen unsichere Jobs mit einer Reform der Arbeitsgesetze.













