"Rat der Weisen" soll tunesische Regierung ablösen

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Gut eine Woche nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Ben Ali gibt es Kreisen zufolge Verhandlungen über eine Ablösung der Übergangsregierung durch einen "Rat der Weisen". Damit solle die Revolution geschützt werden, verlautete am Montag aus politischen Kreisen. Dem Komitee soll demnach auch der weithin respektierte Oppositionspolitiker Mestiri angehören.
Seit Einsetzung der Übergangsregierung vor einer Woche reißen die Proteste nicht ab, da nach wie vor zahlreiche führende Persönlichkeiten von Ben Alis Regime dem Kabinett angehören. Der tunesische Armeechef Ammar stellte sich unterdessen am Montag ausdrücklich auf die Seite der Demonstranten. Die Armee sei "der Garant der Revolution", sagte Ammar am Montag in Tunis vor Hunderten Demonstranten, die erneut den Rücktritt der Übergangsregierung forderten.
"Die Armee hat und wird die Menschen und das Land schützen." Die Armee erkenne zudem die Verfassung an und werde auch sie verteidigen. Zugleich warnte Ammar vor einem "Machtvakuum", das dem Land "Terror" oder "Diktatur" bringen könne. Die Armee und insbesondere Ammar genießen bei der Bevölkerung großes Vertrauen. Ammar hatte sich geweigert, dem Befehl des gestürzten Präsidenten Ben Ali zu folgen, auf Demonstranten zu schießen.












