Wirbel um Nahost-Enthüllungen

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Brisante Veröffentlichungen über die angeblichen Grenzen eines zukünftigen palästinensischen Staates sorgen im Nahen Osten für Aufregung. Dem arabischen Nachrichtensender Al-Jazeera liegen nach eigenen Angaben Dokumente vor, die beweisen, dass die Palästinenser während der Friedensgespräche 2008 zu weitaus größeren Zugeständnissen an Israel bereit gewesen wären als bisher bekannt.
Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat sagte hingegen der Zeitung "Al-Ayyam", es handle sich bei den Berichten um "Lügen und Halbwahrheiten". Der palästinensische Präsident Abbas zeigte sich von den Berichten überrascht. Sie stellen seiner Ansicht nach die Positionen beider Seiten bewusst verwirrend dar. "Es ist beabsichtigt, ein Durcheinander zu schaffen", sagte Abbas. So würden israelische Positionen als palästinensische ausgegeben.
Al-Jazeera verfügt nach eigenen Angaben über rund 1.600 geheime Dokumente aus den Friedensverhandlungen - Gesprächsprotokolle, E-Mails und Karten aus den Jahren 1999 bis 2010. Der Sender zitierte unter anderem Protokolle eines Treffen vom 15. Juni 2008 in Jerusalem. An dem Gespräch waren die damalige US-Außenministerin Rice, ihre damalige israelische Amtskollegin Livni sowie der ehemalige palästinensische Ministerpräsident Korei und Chefunterhändler Erekat beteiligt. Korei soll laut Al-Jazeera vorgeschlagen haben, dass Israel alle jüdischen Viertel im arabischen Ostteil Jerusalem außer der Siedlung Har Homa annektiert. Im Gegenzug hätten sie den Unterlagen zufolge israelisches Land verlangt.
Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri sagte am Montag in Gaza, die Dokumente bewiesen, dass die palästinensische Führung heimlich mit Israel kollaboriere. Er warf der Abbas-Administration vor, "die gerechte palästinensische Sache zu zerstören".












