Darabos droht Kritikern aus Bundesheer-Reihen

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Verteidigungsminister Darabos zieht nun in der Wehrpflicht-Debatte andere Saiten. Nachdem sich Generalstabschef Entacher für die Beibehaltung der Wehrpflicht ausgesprochen hatte, konterte Darabo: "Wer nicht bereit ist, mit mir gemeinsam das Bundesheer in eine neue Zukunft zu führen, der muss wissen, dass ich nicht vor personellen Konsequenzen zurückschrecken werde." Die ÖVP reagierte empört.
Entacher habe sich erst am Freitag ihm gegenüber in einer internen Besprechung vor allen Sektionsleitern klar zu den Modellen bekannt, betonte Darabos s in der "Tiroler Tageszeitung". "Es gilt das Primat der Politik. Wer nicht bereit ist, mit mir gemeinsam das Bundesheer in eine neue Zukunft zu führen, der muss wissen, dass ich nicht vor personellen Konsequenzen zurückschrecken werde." Er sei fest entschlossen, das Heer zu reformieren und die Wehrpflicht abzuschaffen. "Wer nicht mitzieht, wird mit Konsequenzen zu rechnen haben. Ich lasse mir von niemandem, auch nicht vom Generalstabschef, Steine in den Weg legen."
"Wir haben schon jetzt ein Mischsystem aus Berufsheer, Wehrpflichtigen und Milizsoldaten, mit dem wir bisher alle an uns gestellten Aufgaben gut bewältigen konnten", erklärte Entacher laut Vorabmeldung gegenüber "profil". "Warum soll ich ein neues System einführen, das voller Risiken steckt und bei dem es kein Zurück mehr gibt? Kein vernünftiger Mensch würde das tun." Entachers Haupteinwände gegen das neue Berufsheer-Modell betreffen demnach das Budget und die Zahl der Freiwilligen.
ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger hat daraufhin die Gangart gegen Darabos verschärft und einen "Ordnungsruf" von Bundespräsident Fischer verlangt. "Die Drohungen von Verteidigungsminister Darabos gegen seine engsten Vertrauten und hochrangigsten Generäle, die sich von seinen Plänen abwenden, sind unangebracht", so Kaltenegger.












