Vetomächte enttäuscht über Atomgespräche mit Iran

Foto © APA
Vertreter der fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschlands haben die Atomgespräche mit dem Iran wegen fehlender Fortschritte auf unbestimmt Zeit vertagt. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton äußerte sich am Samstag in Istanbul nach einem zweitägigen Treffen indes "enttäuscht" über die Haltung Teherans. "Die Tür bleibt offen, die Entscheidung ist in den Händen des Iran", sagte Ashton.
Nach dem erneuten Scheitern der Gespräche bekräftigte der Iran sein Recht auf die Anreicherung von Uran. Unter den Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrags dürfe der Iran den gesamten Brennstoffkreislauf für Kernkraftwerke aufbauen, sagte der iranische Chefunterhändler Said Jalili am Samstag in Istanbul. "Das schließt auch die Anreicherung von Uran ein."
Jalili hatte in Istanbul mit Vertretern der sogenannten 5+1-Gruppe aus den fünf Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) und Deutschland seit Freitag verhandelt. Die Gespräche wurden am Samstag ergebnislos beendet, ein neuer Termin wurde nicht festgesetzt.
Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Programms an einer Atombombe zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Die internationalen Gespräche waren erst im Dezember nach mehr als einem Jahr Pause wieder aufgenommen worden.
Jalili sagte, sein Land sei zu weiteren Treffen bereit. Allerdings wolle Teheran einen Dialog, kein Diktat. Dann könne der Uran-Austausch auch Grundlage für eine "weiterreichende Zusammenarbeit" sein. "Die Rechte des Iran müssen respektiert werden als Basis von Zusammenarbeit und logischen Gesprächen", sagte er. Sein Land werde an einem zivilen Atomprogramm festhalten. Der Iran war mit der Forderung nach Aufhebung der Sanktionen in die neuen Gespräche gegangen.












