Neue Verhandlungsrunde über Irans Atomprogramm

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Nach weitgehend erfolglosen Atom-Verhandlungen mit dem Iran unternimmt die Staatengemeinschaft am Freitag in Istanbul einen neuen Versuch. Dabei treffen Vertreter Teherans und der sogenannten 5+1-Gruppe aufeinander, um über das umstrittene iranische Atomprogramm zu diskutieren. Beobachter werten die Chancen aber als gering, die Islamische Republik zu ernsthaften Eingeständnissen zu bewegen.
Der Westen verdächtigt die iranischen Machthaber, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomkraft eine Atombombe bauen zu wollen. Diesen Vorwurf weist Teheran zurück. Die Führung der Islamischen Republik kündigte an, über das Uran-Anreicherungsprogramm nicht einmal diskutieren zu wollen. Hochangereichertes Uran kann zum Bau von Kernwaffen verwendet werden.
Der Westen will vom Iran die Bereitschaft sehen, sein Anreicherungsprogramm nicht auszuweiten. Im Gegenzug wären die Staaten bereit, die Sanktionen nicht zu verschärfen. Westliche Diplomaten wollen versuchen, der Republik zumindest in kleineren, praktischen Fragen Zugeständnisse zu entlocken. So deutete der Iran etwa an, Pläne für einen Uran-Austausch offen gegenüberzustehen: Im Gegenzug für niedrig angereichertes Uran könnte die Islamische Republik aus den Ausland atomaren Brennstoff geliefert bekommen.
Die Gespräche mit dem Iran waren im Dezember in Genf nach langer Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Dabei wurden die tiefen inhaltlichen Gräben deutlich, die beide Seiten trennen. Die Einigung auf einen neuen Termin am Freitag und Samstag war das einzige greifbare Ergebnis.












