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Zuletzt aktualisiert: 20.01.2011 um 11:55 UhrKommentare

Gedenkfeiern zur Unabhängigkeit in Litauen

Litauen hat am Donnerstag mit einem umfangreichen Programm an die Ereignisse vom 13. und 14. Jänner 1991 in der Hauptstadt Vilnius gedacht. Damals starben 14 Zivilisten unter Kugeln und Panzern der angreifenden Truppen.

Foto © APA

Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite sagte anlässlich des 20. Jahrestages des blutigen Versuchs der Niederschlagung der litauischen Unabhängigkeit durch sowjetische Truppen, Litauen habe seine Freiheit "nicht geschenkt bekommen". Das Land habe durch seinen Widerstand mit brennenden Barrikaden und Liedern der Hoffnung die Prüfung durch die Geschichte bestanden.

Zum Start des Gedenkprogrammes fand eine feierliche Sondersitzung im Parlament unter dem Motto "Schlacht für die Freiheit der Nationen" statt. Im Parlamentsgebäude hatte sich vor 20 Jahren die Staatsführung unter Präsident Vytautas Landsbergis von Barrikaden und einer Volksmenge geschützt vor den sowjetischen Angreifern verschanzt. In der Nacht auf den 14. Jänner starben beim Vilniuser Fernsehturm 14 Zivilisten unter den Kugeln und Panzern der angreifenden Truppen.

Der als einer der ausländischen Ehrengäste angereiste lettische Staatspräsident Valdis Zatlers bezeichnete die Ereignisse vom 13./14. Jänner als "Höhepunkt der nationalen Wiederauferstehung" im Baltikum und der so genannten "Singenden Revolution". Litauen sei das erste baltische Land gewesen, dass sich dem blutigen Niederschlagungsversuch erfolgreich widersetzt habe. "Die Verluste (von Menschenleben) waren schmerzhaft, aber nicht umsonst", so Zatlers beim feierlichen Flaggenhissen auf dem Vilniuser Unabhängigkeitsplatz.

Blutspendeaktion

Zusätzlich fanden in Vilnius Kranzniederlegungen, Gedenkmärsche, Konzerte, Denkmal-Enthüllungen und Seminare statt. Auch eine mehrtägige Blutspende-Kampagne war Teil des Veranstaltungsprogramms. Der 13. Jänner ist als "Tag der Verteidiger der Freiheit" in Litauen arbeitsfrei.

Im Jänner 1991 hatte die sowjetische Armee im vermeintlichen Medienschatten des bevorstehenden Ersten Golfkriegs versucht, die einseitig bereits für unabhängig erklärten baltischen Staaten wieder unter Kontrolle zu bekommen. Die Ereignisse blieben international jedoch keineswegs unbeachtet und führten in der Folge zur internationalen Anerkennung der Souveränität der drei baltischen Republiken. Den Anfang machte damals das kleine Island. Russland folgte als einer der ersten Staaten. Große westliche Länder wie die USA oder Deutschland ließen sich dagegen länger Zeit.


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