Komitee fordert Pflichtfach Ethik an Schulen

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Kein Schüler sollte in Österreich maturieren, ohne eine Grundbildung in ethischen und religiösen Fragen bekommen zu haben, forderte ein Personenkomitee um den evangelischen Bischof Bünker. Der Wunsch: Ethik soll vom Schulversuch zum Pflichtfach für jene Schüler der AHS-Oberstufe oder Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) werden, die keinen Religionsunterricht besuchen.
Durch Entwicklungen in Medizin, Ökologie, Wirtschaft und Neuen Medien entstünden "große ethische Herausforderungen", so der Philosoph Peter Kampits. Gleichzeitig besuchten immer weniger Schüler Religionsunterricht. "Es wäre wichtig, hier kein Vakuum entstehen zu lassen", betonte er.
Vor 2014 wird die Forderung nach einem Pflichtfach Ethik jedoch "aus budgetären Gründen" nicht umgesetzt werden: Die Regierung hatte zwar in ihrem Programm die Einführung eines Pflichtfachs Ethik beschlossen, dieses sei aber "im Regelbudget nie drinnengewesen", wird im Büro von Unterrichtsministerin Schmied betont. Durch die Verschiebung werden zwischen 2011 und 2013 insgesamt 25,2 Mio. Euro eingespart, wie die Anfragebeantwortung zeigt.
Kampits, ehemals Dekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Uni Wien, übt Kritik an dieser Vorgehensweise. "Vielleicht war es der Politik gar nicht so unrecht, dass sie sich auf budgetäre Zwänge ausreden konnte", so seine Vermutung. Dass es zu wenig Geld für ein Pflichtfach Ethik geben soll, ließ er nicht gelten: Schmied solle einfach das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), das u.a. für die PISA-Studie, die Bildungsstandards oder die teilzentrale Matura zuständig ist, auflösen und die so eingesparten 90 Mio. Euro in den Ethikunterricht stecken. Die Forscher des Bifie solle sie unterrichten schicken, so Kampits.












