Irischer Premier Cowen gewann Vertrauensabstimmung

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Der wegen der Finanzkrise in die Kritik geratene irische Premier Brian Cowen hat eine Vertrauensabstimmung seiner Partei überstanden. Eine Mehrheit der konservativen Fianna-Fail-Partei stimmte am Dienstagabend für einen Verbleib Cowens im Amt als Parteichef. Sein innerparteilicher Herausforderer, Außenminister Micheal Martin, trat nach der Abstimmung von seinem Regierungsamt zurück.
In der Bevölkerung hat der Premierminister laut Umfragen nur noch einen Zustimmungswert von zehn Prozent. Die Iren werfen ihm schlechtes Krisenmanagement in der Bankenkrise vor, die das Land in schwere Schulden gestürzt hat. Cowen erteilte Rücktrittsforderungen jedoch bisher eine Absage.
Nach dem Sieg von Cowen spitzt sich die politische Krise trotzdem weiter zu. Cowens Widersacher, Außenminister Martin, trat umgehend zurück. Der Premier akzeptierte den Rücktritt. Damit wird Cowen seine Partei Fianna Fail in die nächste Parlamentswahl führen, die vermutlich noch in diesem Frühjahr stattfindet. Auch Martin hatte das angestrebt.
Zuvor hatten sich in letzter Minute führende Fianna-Fail-Politiker, darunter der mächtige Finanzminister Brian Lenihan, hinter den Premier gestellt. Lenihan wird als möglicher Nachfolger Cowens gehandelt, falls die Parlamentswahl verloren gehen sollte.
Die parteiinterne Opposition unter Führung von Martin hatte Cowen nach desaströsen Umfragewerten und persönlichen Fehltritten zum Rückzug aufgefordert. Vor allem die Zeit im vergangenen November, als Irland unter den Rettungsschirm von EU und Internationalem Währungsfonds schlüpfte, sei für seine Unterstützung für den Premier zu einer "Wasserscheide" geworden, hatte Martin erklärt.
Cowen hatte sich lange geweigert, die internationalen Hilfen anzunehmen, war dann aber doch dazu bereit. Irland ist nach einer schweren Bankenkrise in finanzielle Schieflage geraten. Für das laufende Jahr müssen im Haushalt sechs Milliarden Euro eingespart werden.












