17 Menschen in Karachi erschossen
Die pakistanische Wirtschaftsmetropole Karachi wird von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert. Nach Angaben des städtischen Polizeichefs wurden in den vergangenen Tagen mindestens 17 Menschen von Unbekannten erschossen. Unter den Toten befinde sich auch ein Journalist des örtlichen Fernsehens, sagte Fayyaz Leghari am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters.
Karachi hat eine lange Geschichte ethnischer und religiöser Unruhen. Im vergangenen Jahr waren Hunderte von Menschen gezielt getötet worden. Dies hatte die Befürchtung genährt, dass die Gewalt eskalieren und die mit den USA verbündete pakistanische Regierung in eine neue Krise stürzen könnte. Sie muss Extremisten wie die Taliban bekämpfen und den Wiederaufbau nach der verheerenden Flutkatastrophe im August leisten.
Eine wesentliche Ursache der Gewalt sehen politische Beobachter und Vertreter der Sicherheitsbehörden in den Rivalitäten der führenden Parteien MQM und ANP, die beide der Regierungskoalition in Islamabad angehören. Vergeltungsmorde an Parteimitgliedern sind häufig Ausdruck ethnischer Spannungen.
In Karachi befindet sich neben der Börse und der Zentralbank auch der wichtigste Hafen des Landes. Für westliche Staaten ist die Stadt daher besonders wichtig für die Versorgung ihrer Soldaten in Afghanistan.












