Kardinäle bestätigten Wunder von Johannes Paul II.

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Papst Benedikt XVI. wird voraussichtlich schon ab Samstag das Dekret über das Wunder überprüfen, das für die Seligsprechung seines Vorgängers Johannes Paul II. entscheidend ist. Nachdem eine päpstliche Kommission aus Ärzten und Theologen eine unerklärliche Heilung als Wunder durch Papst Benedikts Vorgänger anerkannt hat, äußerten sich jetzt auch die Kardinäle der Kongregation positiv zum Fall.
Bei dem Wunder geht es um die Heilung der französischen Ordensfrau Marie Simon-Pierre. Sie zeigte Symptome der Parkinson'schen Krankheit, an der auch der polnische Papst litt. Genau zwei Monate nach dem Tod von Johannes Paul II. waren diese Symptome bei der Schwester, die der französischen Kongregation "Kleine Schwestern der Katholischen Entbindungsstationen" angehört, auf medizinisch unerklärliche Weise verschwunden.
Viele Katholiken hatten bereits 2005 nach dem Tod des polnischen Papstes auf eine schnelle Heiligsprechung gedrängt. Benedikt hatte ihren "Santo subito"-Ruf rasch erhört und nach nur knapp drei Monaten den Seligsprechungsprozess eingeleitet, der nach geltendem Kirchenrecht normalerweise erst fünf Jahre nach dem Tod des Betreffenden beginnen kann.
Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Angelo Amato, wird nach Angaben italienischer Medien dem Heiligen Vater am Samstag die gesamte Dokumentation vorlegen. Der Papst wird das Dokument überprüfen und entscheiden, wann das Dekret unterzeichnet werden soll. Die Seligsprechung von Johannes Paul II. könnte nach Angaben der gut informierten Mailänder Tageszeitung "Il Giornale" schon im kommenden Frühjahr oder im Oktober stattfinden.













