Angeblich ausländische Spionin im Iran verhaftet
Die iranische Grenzpolizei hat eine Ausländerin unter Spionageverdacht festgenommen. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars zitierte den Vizekommandanten der Polizei am Samstag mit den Worten, eine amerikanische Spionin sei gefasst worden. Später dementierte seine Aussagen zur Nationalität. Zwei Tage zuvor hatte das staatliche TV einen Bericht über die Festnahme einer Amerikanerin dementiert.
Die Frau soll am Mittwoch bei Jolfa an der Grenze zu Aserbaidschan festgenommen worden sein. Von dort ist es auch nicht weit bis zur armenischen Grenze. Laut Fars kam die Frau von Armenien ins Land. Im Rundfunk erklärte der Offizier der Grenzpolizei, die Frau habe Polizeistationen und den Grenzverkehr mit modernen Kameras gefilmt. "Sie hat zunächst gesagt, sie sei US-Bürgerin. Später sagte sie, sie sei Schweizerin." Sie habe verschiedene Länder angegeben, erklärte der Offizier. Die iranische Agentur Isna zitierte ihn mit den Worten, die Frau habe den Auftrag der USA gehabt, die Grenze zu filmen. Sie sei festgenommen und dem Geheimdienst übergeben worden.
Bereits am Donnerstag hatte eine Zeitung im Iran berichtet, eine Amerikanerin sei bei der versuchten illegalen Einreise aus Armenien wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Bei der Festnahme sei entdeckt worden, dass sie ein "Mikrofon in den Zähnen" hatte und andere Spionagegeräte mit sich trug. Ihr Alter war am Donnerstag mit 55 Jahren angegeben worden. Später meldete das staatliche Fernsehen, die Meldung sei falsch. Die Frau habe illegal einreisen wollen, sei aber daran gehindert worden.
Im Juli 2009 wurden an der Grenze zum Irak drei US-Bürger, eine Frau und zwei Männer, unter Spionageverdacht festgenommen. Die Frau kehrte im September gegen die Zahlung einer Kaution von 500.000 Dollar (385.773 Euro) in dies USA zurück. Die beiden Männer warten derzeit auf ihren Prozess.












